Kunsthandwerk

AMAUTA TEXTILIEN

Das Projekt AMAUTA

„Amauta“ ist ein unabhängiges Privatunternehmen, das mit Eigenkapital von Bolivianern aufgebaut wurde. Es stellt Alpakahaar-Produkte mit selbst entworfenen Mustern her (Pullover, Jacken, Schals etc.) und verfügt über eine eigene Geschäftsführung, ein Designeratelier, Qualitätskontrolle und eigene Lagerstrukturen, sowie Produktionswerkstätten, die in Familienstrukturen arbeiten. „Amauta“ vermarktet seine Produkte vor allem über internationale Fachmessen, speziell in Deutschland, wo sie mit autonomen Vertriebsstrukturen, dem „Pachamama-Vertrieb“, verbunden sind.Die Firma „Amauta“ gibt die Aufträge an die Strickerfamilien weiter und finanziert den Ankauf von Alpaka-Garn. Den Strickerfamilien wird das Leben in der „Comunidad Pachamama“ ermöglicht, die von „Amauta“ konzipiert wurde und mit dessen Gewinn weiter ausgebaut wird. „Amauta“ hat aus Eigenmitteln ein Grundstück von 70.000 m2 erworben. Es liegt nahe am Titacaca-See in Karwiza in der Provinz Los Andes, Departamento La Paz.

Das Produkt Alapkawolle

Der Lebensraum der indianischen Völker im Andenraum war immer karg. Landwirtschaft und Handwerk dienten gerade der Selbstversorgung. Der Gewinn und die Verarbeitung von Wolle sind bei diesen Völkern, so alt wie ihre Kultur. Während der Zeit des Inkareiches wurden sogar Kleidervorschriften für alle Bevölkerungsgruppen erlassen. Die Bekleidung des einfachen Volkes an der Küste bestand aus Baumwolle. Im Hochland wurde Alpaca-Wolle verwendet. Auch heute wird teilweise noch nach Webtechniken gearbeitet, die ca. 3.000 Jahre alt sind.Das Alpaka, von dem die Wolle unserer Stickwaren stammt, gehört streng genommen, wie auch das Lama, zur Familie der der höcker- und hornlosen „Schafskamele“. Die Alpakas werden in halbwilden Herden gehalten, die mit ihren Hirten umherziehen. Nur alle zwei Jahre können sie geschoren werden. Die Wolle der Alpakas ist überwiegend weiß oder etwas dunkler und besteht aus der feineren, seidig glänzenden Unterwolle und den weniger elastischen Grannen – oder Deckhaaren. Letztere werden meist zu Teppichen oder Säcken erarbeitet. Das herrliche Vlies der leicht gewellten, sehr feinen Unterhaare wird jedoch als Spinnmaterial sehr geschätzt. Die daraus gestrickten Kleidungsstücke haben hervorragende Wärme- und Trageeigenschaften und sind streichelweich auf der Haut.

alpaka-wolle

 

 

MODELLBAUKUNST

Zaza Faly : Modellbaukunst aus Büchsen, Drähten und Spraydosen

Im Jahr 1994 wurde der Verein ZAZA FALY e.V. (für die Straßenkinder in Madagaskar) in Deutschland gegründet. Der Verein unterstützte zwei bestehende Hilfsprojekte in Madagaskar, ein Wohnprojekt in Antsirabe und eine Sozialstation in Antananarivo in Madagaskar finanziell, organisatorisch und personell durch eine deutsche Projektleitung. 1998 gründete ZAZA FALY in Antananarivo zwei Ausbildungsprojekte für ehemalige Projektjugendliche der Sozialstation. Die 3 Projekte wurden im Zuge der Gründung der einheimischen Nichtregierungsorganisation „Manda“ in madagassische Selbstverwaltung übertragen. Zaza Faly konzentriert nun seine Arbeit auf die Unterstützung der Straßenkinder von Antananarivo mit dem Ziel der kontinuierlichen Grundversorgung und der Schaffung von weiterführenden Förderungen (z.B. Ausbildungsplätze, Regelschule, Reintegration in ihre Familien). Zaza Faly e.V. unterstützt dabei die Projekte von „Manda“ finanziell, organisatorisch, personell und führt jährliche Projektkontrollen durch. Zaza Faly e.V. ist bis zum heutigen Zeitpunkt die einzige dt. Nichtregierungsorganisation, die sich in Antananarivo und wahrscheinlich ganz Madagaskar um die Belange von Straßenkindern kümmert.Die Blechmanufaktur von Mahafaly unterstützt das Straßenkinderprojekt „Manda“ in Madagaskar. Die kreative Idee der Straßenkinder zur Verwendung von alten Werbedosen wurde von Mahafaly aufgegriffen und zu einer stetigen Produktion aufgebaut. In reiner Handarbeit, ohne jeglichen Einsatz von Maschinen oder Normteilen, bekommt der Zivilisationsmüll aus Büchsen, Drähten und Spraydosen wieder eine neue Wertigkeit. In den 12 Familienbetrieben entstehen so absolute Unikate der Modellbaukunst wie Autos, Flugzeuge, Fahrräder etc., nicht maßstabsgetreu, sondern eine liebevolle Umwandlung von Abfallmaterial in dekorative Geschenke.